Ausgangspunkt: Parkplatz Leopoldsteinersee
Gehzeit: 8 h 30 min
Höhenunterschied: 1418 hm
Hund: nicht geeignet
Eine anstrengende, aber landschaftlich äußerst lohnende Rundtour zum wahrlich einsamen Gipfel der Kalten Mauer – mit einem anspruchsvolleren Direktabstieg.
Wegbeschreibung
Vom Parkplatz Leopoldsteinersee links beim Seestüberl vorbei und über die Holzbrücke, die über den Seeabfluss führt zum Beginn des markierten Weges Nr. 822. Den markierten Wanderweg Nr. 822 Hochblaser folgen. Bald führt der Pfad steil bergauf, das Gelände wird felsig und man passiert einige versicherte Stellen, während die Tiefblicke auf den See immer eindrucksvoller werden.
Später führt der Pfad durch dichten Wald auf eine Geländeschulter, wendet sich bei einem Windbruch nach rechts und wird dort flacher. Ein weiterer Windbruch wird rechts in Richtung Klettersteig umgangen. An seinem oberen Ende wendet man sich wieder nach links bergauf und kehrt auf den Bergrücken zurück, wo man bald eine große Wiese mit einer Klettersteig-Hinweistafel erreicht.
Hier folgt man der Markierung nach links zu einem Gatter und wendet sich dort nach rechts (bergwärts). Der Weg wird undeutlich, man folgt dem Bergrücken an seinem rechten Rand nach oben, bis das Gipfelkreuz des Hochblasers erstmals sichtbar wird und der weitere Aufstieg eindeutig ist.
Am Gipfel wendet man sich nach Norden und folgt der Hinweistafel „Kalte Mauer“ über eine markierte Route bis zum Sattel mit der Abzweigung „Hasenwilzing“. Hier geht man geradeaus weiter und folgt bald danach einer langen Latschenquerung links unterhalb des Bergkammes. An ihrem Ende führt die Markierung wieder rechts nach oben auf den Rücken und an ihm entlang bis zum Gipfelbuch am Plateau der der Kalten Mauer, von wo es nach links auch nicht mehr weit bis zum höchsten Punkt ist. Das Gipfelkreuz selbst steht weiter im Westen etwas tiefer und ist nur in einer ausgesetzten Felskletterei erreichbar.
Von der Kalten Mauer geht man am selben Weg zurück bis zum Sattel mit der Hasenwilzing-Abzweigung.
Wenn man den weglosen Abschnitt vermeiden will, kehrt man von dort auf den Gipfel des Hochblasers zurück und folgt dann der Markierung in Richtung Seeau.
Ansonsten steigt man vom Sattel aus steil nach links unten (Osten) ab und quert anschließend schräg nach rechts hinunter in eine Grasrinne, wo sich noch alte Markierungsreste befinden. (Der Weiterweg entlang dieser Markierungen ist leider im Schneebruch der Latschen untergegangen). Man folgt (ab hier weglos und unmarkiert) der Grasrinne nach links bergab und wendet sich unterhalb der Latschen nach rechts, wo man ein Bächlein quert. Den nachfolgenden Hang passiert man schräg nach rechts unten, bis man eine tiefe Schotterrinne erreicht hat, an deren linken Rand man bis ins Kar absteigt.
Man folgt der Rinne so lange, bis man von den Latschen in den meist trockenen Wasserlauf gedrängt wird, der hier bereits felsig ist.
In der Rinne steigt man dann über mehrere leichte Kletterstellen (SG I+), bis zu einem Steilabbruch weiter ab. Hier wendet man sich nach rechts und wechselt in die Nachbarrinne, die breiter, schrofig und sehr steil ist, überquert diese Rinne ganz oben und steigt anschließend an ihrem rechten Rand sehr steil (SG I+) ab, bis man tief unten von links einen deutlich ausgeprägten Quersteig aus dem Wald führen sieht.
Hier wendet man sich etwas nach links und klettert über steile und rutschige Schrofen bis zu diesem Quersteig ab, dem man anschließend nach rechts leicht ansteigend bis zur Hasenwilzing-Hütte folgt, wo er knapp unterhalb der Hütte auf den markierten Abstieg zur Seeau trifft. Anschließend folgt man der Markierung talwärts und zurück bis zum Leopoldsteiner See.

Tour online erkunden:
Wanderführer Hochblaser & Kalte Mauer mit Direktabstieg - Bergflex